01.04.2012

Tag der Welternährung am 16. Oktober: Solana Hamburg: Pflanzenzüchtung ist das A und O

  • Weltweite Ackerfläche schrumpft pro Kopf von 5.100 m2 in 1950 auf 2.000 m2 im Jahr 2050
  • Landwirtschaftliche Produktivität muss bis 2050 zur Ernährung von 9 Milliarden Menschen verdoppelt werden 
Die Ernährungssituation vieler Menschen ist dramatisch. Im Jahr 2050 werden neun Milliarden Menschen auf der Welt leben, die Ackerflächen für die notwendige Bereitstellung der Nahrungsmittel aber nicht unbegrenzt erweiterbar sein. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO muss die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 verdoppelt werden. „Nahrung wird zunehmend ein knappes und teures Gut. Die Welt braucht daher robuste Pflanzen, wie beispielweise Kartoffeln, die den Herausforderungen von morgen gewachsen sind. Pflanzenzüchtung stellt dafür die Grundlage“, erläutert Torsten Spill, Geschäftsführer der Solana GmbH & Co KG, Kartoffelzuchtunternehmen mit Sitz in Hamburg, im Vorfeld des Tages der Welternährung am 16. Oktober 2011.
 
Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) regt daher eine Diskussion über eine moderne und zugleich ressourcenschonende Landwirtschaft sowie ein verstärktes politisches Engagement zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität in den Entwicklungsländern an. „Pflanzen sind an ihren Standort gebunden. Aus Pflanz- und Saatgut erwachsen nicht überall auf der Welt ertragreiche Pflanzen, stattdessen müssen sie mithilfe der Pflanzenzüchtung an die unterschiedlichsten Boden- und Klimaverhältnisse angepasst werden“, so Spill.
 
Allein in Deutschland gibt es nach Angaben des BDP für die verschiedenen Klimaregionen und Bodenverhältnisse knapp 3.000 zugelassene Sorten unterschiedlichster Kulturarten. Die Agrarforschung hat in den letzten 50 Jahren dazu beigetragen, dass die landwirtschaftliche Produktion in Europa mit der Entwicklung der Bevölkerungszahl mithalten konnte. Damit die Ernten auch künftig ausreichen, wenn weniger nutzbare Fläche zur Verfügung steht und der Klimawandel Ernteerfolge mindert, soll nach Ansicht des BDP weiter auf eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft gesetzt werden. Dafür muss Pflanzenzüchtung in der ganzen Welt, insbesondere in Entwicklungsländern, gefördert werden.
 
Gerade hier fehlt es oft an leistungsstarkem Pflanz- und Saatgut, entsprechendem Fachwissen und Zugang zu modernen Anbaumethoden. Unter Koordination des Bundesverbandes stehen die Pflanzenzüchter bereit, ihren Beitrag zum Aufbau der Pflanzenzüchtung beispielsweise in Äthiopien zu leisten. „Die gezielte Züchtung von Sorten ist für Regionen dieser Welt am dringendsten notwendig, wo die verfügbaren Sorten den dortigen Gegebenheiten nicht angepasst sind und z. B. fehlende Krankheitsresistenzen immer wieder zu Missernten führen“, erläutert Spill. „Die Solana ist das einzige privatwirtschaftliche Pflanzenzucht-Unternehmen in der Stadt Hamburg und spezialisiert auf die Züchtung von Kartoffelsorten aller Anbau- und Verwendungsrichtungen. Solana und der BDP verstehen es als gesellschaftliche Verantwortung, Pflanzenzüchtung und -forschung in Entwicklungsländern voranzutreiben.“
 
In Kooperationsprojekten zu Ausbildung und Technologietransfer als auch über Materialaustausch und Hilfen beim Aufbau von Züchtung, Vermehrung und Handel mit Pflanz- und Saatgut wollen deutsche Pflanzenzüchter vor Ort Lösungsansätze zur Ernährungssicherung schaffen. Um die explodierende Nachfrage nach Nahrungsmitteln in Zukunft zu decken, müssen vielfältige Lösungsansätze gefunden werden. Denn Hunger ist nicht nur ein Verteilungsproblem. Daher setzen die Pflanzenzüchter auf eine leistungsstarke Landwirtschaft hierzulande und den Aufbau der Pflanzenforschung in Entwicklungsländern. - Pflanzenzüchtung ist das A und O für weniger Hunger und mehr Wohlstand.

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